Den letzten Tag unseres Kurzurlaubs wollen wir mit dem Auto nach Sassnitz, denn der Rasende Roland fährt leider nicht bis dort hin. Ich packe das Super-Tele-Objektiv ein, was ich sonst nur ungern mit mir herumschleppe, denn Weg zum Leuchtturm soll leider immer noch gesperrt sein.
Die Ostsee friert zu, ein Ereignis, das nur alle paar Jahrzehnte in solchen Ausmaßen wie dieses Jahr auftritt. Welch ein Glück für mich, dass ich ein paar Tage Urlaub habe. Ich muss mir das Schauspiel unbedingt anschauen. Auf nach Binz auf Rügen!
Ich erinnere mich, dass ich Ende der 90er Jahre während meines Ferienjobs auf dem Flughafen Leipzig-Halle regelmäßig durch das hübsche kleine Kursdorf gefahren bin.
Heute liegt es verlassen da. Niemand wohnt mehr hier und nur die Kirche und das kleine Denkmal davor erzählen von alten Zeiten.
Da sitze ich tagelang und beschäftige mich mit meinenFotos. Immer und immer wieder schaue ich durch, welche interessant sein könnten, um sie zu zeigen. Doch irgendwie passt nichts zusammen und nichts ist mir wirklich gut genug. Die kreative Tür bleibt geschlossen. Ich bin zwar sehr viel herum gekommen und habe fleißig fotografiert, aber am Ende wieder so viel gelöscht, dass es gar keinen Sinn mehr ergibt, die Bilder in einem Blog-Artikel zusammenzufassen.
Der Winter hatte Puderzucker in Nordsachsen verstreut und es zog mich erneut an den Rundwanderweg um den Grabschützer See. Eigentlich hatte ich nur einen kleinen Vormittagsausflug geplant, doch nach jeder Kurve gab es neue Eindrücke auf meiner Speicherkarte festzuhalten.